Entschleunigen in Todtmoos Au

„Wahrer Reichtum besteht nicht im Besitz, sondern im Genießen.“
Ralph Waldo Emerson (US-amerikanischer Philosoph, 1803 – 1882)

Unser Jahrtausende alter Rhythmus verlangt nach Entschleunigung. Aus dem Alltag ausklinken – zum Wesentlichen kommen. Was ist eigentlich Realität?

Im Umgang mit Pferden können wir unser persönliches Handeln besser erkennen. Sie spiegeln unseren Selbstwert. Je stärker unser Selbstwert, um so leichter finden wir den Mut zur Veränderung. Die heutige Zeit erzieht uns zu Konformität, Leistung und Konsumverhalten. Ein positiv geprägter Selbstwert ermöglicht uns den Weg zur Veränderung. Selbstachtung stärkt unseren Mut, kreativ zu bleiben. Wir können neue Situationen annehmen, Überholtes ablegen, Altes sinnvolles erhalten.

 

Die Weisheit der Dakota Indianer sagt:

“Wenn du entdeckst, dass du auf einem toten Pferd reitest, steig ab.”

Deutsche Manager haben sich dieser Weisheit angenommen und Strategien entwickelt:

Sie besorgen zuerst eine stärkere Peitsche.

Sie wechseln den Reiter aus – schließlich haben wir das Pferd immer so geritten.

Sie gründen einen Arbeitskreis, um das Pferd zu analysieren.

Sie besuchen andere Orte, um zu sehen wie dort tote Pferde geritten werden.

Sie erhöhen den Qualitätsstandart für den Beritt von toten Pferden.

Sie bilden eine Task Force, um das tote Pferd wiederzubeleben.

Sie verordnen dem Reiter zusätzliche Trainingseinheiten, um besser im Sattel zu sitzen.

Sie stellen Vergleiche unterschiedlich toter Pferde an.

Sie ändern die Kriterien, die besagen ob ein Pferd überhaupt tot ist.

Sie kaufen Leute von außerhalb, um das tote Pferd zu reiten.

Sie bringen das Pferd in ein anderes Land, um zu sehen ob es dort besser läuft.

Sehen ob es besser läuft

Sie schirren mehrere tote Pferde zusammen, um zu sehen, ob sie schneller werden.

Sie machen eine Studie, um zu sehen, ob es billigere Berater gibt, die einem sagen können, ob ein Pferd wirklich tot ist.

Sie erklären, dass ihr Pferd besser, schneller und billiger tot ist, und zahlten sich eine Erfolgsprämie aus.

Von den Dakota Indianern ist nicht bekannt, was sie von den obigen Strategien halten.

Beim Wanderreiten kommen wir zurück zu uns

Im Unterwegs sein an der frischen Luft entsteht eine Verbindung zwischen Bewusstsein und Unbewusstsein. Die Verspannungen werden weniger. Die Entdeckung von Selbst- und Fremdbild hat eine intensive Wirkung auf Seele und Verstand. Ist das Prinzip verstanden, kann eine stille Kraft entstehen, die uns den Alltag besser bewältigen lässt.

Wir müssen uns nicht hinter einengenden Rollen verstecken. Der Gewinn an Energie und Lebenslust, jenseits von vermeintlicher Sicherheit, ist enorm.

Eine gelassene, klare Wachheit kommt uns auch im Alltag zugute. Eine positive Energie bringt Lust auf Leben.

Dank dem ehrlichen, direkten Feedback des Pferdes, kommen wir zum intuitiven Bewusstsein. Wir können uns den Aufgaben stellen. Unseren Weg zum kongruenten Handeln finden.

Wer sicher und bewusst seinen Weg geht, überzeugt.

Meine Freude ist es: Ihnen und mir immer wieder die Augen zu öffnen, wahrhaft und ehrlich zu agieren.

Ich freue mich, gemeinsam mit Ihnen, einen Wanderritt durch den Naturpark Südschwarzwald zu unternehmen.

Durch das Zuviel-Arbeiten sündigt man am Leben und an der Arbeit selber. Paula Modersohn-Becker (1876 – 1907)

Geschrieben von cw-rm am 10. Februar 2011 | Abgelegt unter Allgemein | Keine Kommentare

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